Digitale Transformation: Viele Marken erfinden sich neu!

Es kommt Bewegung in die Markenführung! Angesichts der Digitalisierung entwickelt jede zweite Marke ihre langfristige Vision weiter, jede vierte definiert sogar ihre Markenwerte neu.

„Die Digitalisierung ist der Stresstest für die B2B-Marke“, schrieb Gudmund Semb, CEO der wob AG, kürzlich in seinem Marktausblick. Der Markenexperte forderte ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass die Basisausrüstung der Marke gerade angesichts der digitalen Transformation eine klare und fokussierte inhaltliche Ausrichtung ist.

Genau das scheinen sich viele Unternehmen bereits zu Herzen genommen zu haben. Denn siehe da: Es kommt Bewegung in die Markenführung! Vor dem Hintergrund der Digitalisierung überarbeiten 50 Prozent der Unternehmen ihr Geschäftsmodell und knapp 60 Prozent ihr Produktangebot. Aus Markensicht besonders bemerkenswert: Jede zweite Marke entwickelt derzeit ihre langfristige Vision und Mission weiter – und noch jede vierte definiert sogar ihre Markenwerte neu. Das ist das zentrale Ergebnis der Studie „Deutscher Markenreport Spezial“ von Brandoffice, die den Einfluss der Digitalisierung auf die Markenführung untersuchte.

„Marken müssen im digitalen Zeitalter ihre Kompetenzen mit höherer Dynamik und Konsequenz als früher weiterentwickeln, um auch in Zukunft an gesellschaftlichen Megatrends partizipieren zu können“, erklärt Andreas Heim, Geschäftsführer Markenstrategie bei Brandoffice und Leiter der Markenstudie. „Der Veränderungsprozess sollte für Mitarbeiter und Kunden aber nachvollziehbar gestaltet werden. Die Kunst ist sich konsequent zu erneuern, ohne den Charakter grundlegend zu verändern und beliebig zu werden.“

Noch immer Mangelware: Digitalwissen und Digitalstrategie

Mit Blick auf die digitale Kompetenz ist alarmierend, dass den Unternehmen noch immer das Know-how, die Konsequenz und auch die Instrumente fehlen, um das digitale Markenpotenzial auszuschöpfen: In mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen (52 Prozent) fehlt Digitalwissen und eine ganzheitliche Digitalstrategie. Hinzu kommen ein Mangel an Budget (45 Prozent), an vollständigen Kundendaten (45 Prozent) und vernetzten Datenbanken (43 Prozent).

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